Stadt Zell erhält rund 765.000 Euro Förderung für innovatives Museumsprojekt
Zell (Mosel), 16. April 2026 - Ein neues Projekt im Rahmen des Tourismus steht in den Startlöchern: Das Wein- und Heimatmuseum der Stadt Zell im Rathaus wird in das digitale Zeitalter überführt. Unter dem Motto „NOIAR – Auf Expedition mit der Zeller Schwarzen Katz“ plant die Stadt, das bestehende Museum zu einem dezentralen Stadtmuseum mit innovativer Wein-Erlebniswelt weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Geschichte der Stadt künftig im gesamten Stadtraum digital erlebbar zu machen.
Für dieses wegweisende Tourismusprojekt erhält die Stadt Zell (Mosel) eine Förderung in Höhe von insgesamt 764.344,65 Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 899.000 Euro. Die Förderung erfolgt zu 85 Prozent. Zum einen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE 359.691,60 Euro) sowie aus ergänzenden Landesmitteln (FAG 404.653,00 Euro) zur Tourismusförderung.
Die Mittel werden im Zeitraum von 2026 bis 2028 im Rahmen des Förderprogramms „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“ (IBW) bereitgestellt. Den offiziellen Zuwendungsbescheid überreichte am 16. April 2026 die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Petra Dick-Walther, an Stadtbürgermeister Hans-Peter Döpgen.
„Mit diesem Projekt stärken wir Zell als attraktive Tourismusdestination und verbessern gleichzeitig die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger“, betonte Dick-Walther bei der Übergabe. „Durch den gezielten Einsatz digitaler Technologien entstehen moderne, nachhaltige und erlebnisorientierte Angebote, die sowohl Einheimischen als auch Gästen zugutekommen.“
Im Mittelpunkt der Förderung steht das Projekt „NOIAR – Auf Expedition mit der Zeller Schwarzen Katz“. Ziel ist die grundlegende Neuausrichtung des bisherigen Wein- und Heimatmuseums im Rathaus hin zu einem dezentralen Stadtmuseum mit innovativer Wein-Erlebniswelt. Künftig wird die Geschichte der Stadt nicht mehr nur an einem zentralen Ort vermittelt, sondern im gesamten Stadtraum digital erlebbar gemacht.
Das Wein- und Heimatmuseum im Rathaus bildet dabei den zentralen Ankerpunkt. Hier wird das Thema Wein – eng verknüpft mit der traditionsreichen Marke „Zeller Schwarze Katz“ – mithilfe moderner, virtueller Medien emotional und interaktiv inszeniert.
Ergänzend dazu entstehen im gesamten Stadtgebiet dezentrale Erlebnisstationen. Sehenswürdigkeiten, historische Orte sowie nicht mehr existierende Bauwerke werden vor Ort digital sichtbar gemacht. Auch die Weinlandschaft wird aktiv eingebunden, etwa durch Stationen in den Weinbergen und Kooperationen mit regionalen Weingütern.
Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist ein intelligenter Augmented-Reality-Guide, der die verschiedenen Stationen miteinander vernetzt. Besucherinnen und Besucher werden interaktiv durch die Stadt geführt und erleben Inhalte direkt am jeweiligen Standort. Dies ermöglicht eine ganzjährige Besucherlenkung und steigert die Aufenthaltsqualität nachhaltig.
„Das Projekt ‚NOIAR‘ stellt die Geschichte unserer Stadt und das Weinerlebnis in einzigartiger Weise in den Mittelpunkt“, erklärte Stadtbürgermeister Hans-Peter Döpgen. „Wir schaffen damit ein modernes, lebendiges Museumskonzept, das weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlen wird.“
Mit dem dezentralen Ansatz beschreitet die Stadt Zell neue Wege: Der gesamte Stadtraum wird zum Ausstellungsort und macht Geschichte dort erlebbar, wo sie entstanden ist. Das Projekt gilt als Leuchtturmvorhaben im Bereich digitaler Wein-Erlebniswelten und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung von Tourismus und regionaler Identität.